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Arbeitsmarkt - Beschäftigung weiter gestiegen, wenn auch zuletzt nur noch geringfügig

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiter robust. Die Erwerbstätigkeit stieg trotz der schwachen Nachfrage bis zuletzt, wenngleich nur noch wenig. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im August saisonbereinigt um 10.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Da die Beschäftigung vor einem Jahr noch deutlich stärker gewachsen war, verringerte sich die Zunahme gegenüber dem Vorjahresmonat auf nunmehr 333.000 Personen oder 0,7%. Wie der kräftige Anstieg zuvor war auch die aktuelle Abschwächung vor allem der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zuzuordnen. Gleichwohl nahmen diese Stellen im Vorjahresvergleich noch immer deutlich stärker zu als die Beschäftigung insgesamt. Dies war vor allem auf die bereits seit Längerem rückläufige Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten und der Selbständigen zurückzuführen. Die Frühindikatoren der Arbeitsnachfrage gingen insgesamt nicht weiter zurück, sodass sich der langsame Beschäftigungsanstieg in den kommenden Monaten fortsetzen könnte. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen sank im September erstmals seit vier Monaten wieder leicht. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren in saisonbereinigter Rechnung 2,28 Millionen Personen arbeitslos gemeldet, rund 10.000 weniger als im August. Die entsprechende Quote blieb unverändert bei 5,0%. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren 22.000 Personen weniger arbeitslos. Hinter dem Rückgang im September stand jedoch keine konjunkturelle Verbesserung. Im konjunkturreagiblen Bereich der Arbeitslosenversicherung des SGB III stieg die Zahl der Arbeitslosen im September wie bereits im letzten halben Jahr davor weiter an. Im Gegensatz dazu verringerte sich die eher strukturell begründete Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung deutlich. Das Barometer Arbeitslosigkeit des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (lAB) verbesserte sich im September, befindet sich jedoch weiterhin im negativen Bereich. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte daher in den kommenden Monaten leicht steigen.

Quelle: Monatsbericht Oktober 2019, Deutsche Bundesbank