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31.03.2010 13/010 "Die Sprache ist eine Schlüsselqualifikation"

Erfolgreiche Teilnahme an Kursen wurden im Rathaus mit Urkunden belohnt -pli- Bendorf. Rund ein Dutzend Bendorfer Mitbürger mit ausländischen Wurzeln haben sich im Verlauf eines Jahres umfassende Kenntnisse in der deutschen Sprache angeeignet und konnten in diesen Tagen im großen Sitzungssaal des Bendorfer Rathauses ihre Urkunden für einen erfolgreichen Abschluss in Empfang nehmen. Bürgermeister Michael Syré, der die Veranstalter und Teilnehmer der Kurse willkommen hieß, wies auf die Bedeutung von Sprachkenntnissen hin, die Grundlage für ein berufliches Weiterkommen seien und für eine aktive Teilnahme am öffentlichen Leben. "Die Sprache ist eine Schlüsselqualifikation", sagte er. Um wichtige Erfolge zu ermöglichen und die finanziellen und personellen Voraussetzungen dafür zu schaffen, haben sich gleich mehrere Einrichtungen und Institutionen unter dem Dach des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge zusammengeschlossen: die ARGE Landkreis Mayen-Koblenz, die Kölner Wirtschaftsfachschule (Bendorf), die AWO und die Caritas als sozialpädagogische Begleiter. Auch Ocar Hüseyin als Sozialberater AWO Koblenz, Lena Pauls als Migrationsbeauftragte in der Region Stadt Koblenz, Landkreis Mayen-Koblenz und Neuwied, Naim Bayraktar als Vorsitzender des Bendorfer Beirats für Migration und Integration sowie Christina Shalicky, die als Betreuerin bei den Kursen mitwirkt, haben dabei geholfen. Das Besondere an diesem Kursangebot ist die begleitende Kinderbetreuung, so dass gerade Mütter mit Kleinkindern unbelastet teilnehmen können. Zudem beschränkt man sich nicht allein auf Sprachvermittlung, sondern behandelt auch allgemeine Themen zu Fragen der Integration und den damit verbundenen Schwierigkeiten und Problemen, denn: "Leicht ist die Herausforderung, die die Teilnehmer in diesem Kurs annehmen, nicht", wie Lothar Kaspers, Regionalkoordinator des Bundesamts für Migration und Integration, betonte. Daher sei es durchaus angemessen, die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Rahmen einer Feierstunde zu würdigen. Kaspers hob in diesem Zusammenhang das differenzierte Angebot hervor, das es in Bendorf, einer doch relativ kleinen Stadt, gebe. Hier verfüge man aber über ein gutes Netzwerk, um im Bereich Migration und Integration zu arbeiten zu können. Nicht zuletzt könne aber auch die heimische Bevölkerung als sogenannte "Aufnahmegesellschaft" vieles von den Schwierigkeiten der Aufzunehmenden lernen, so dass letztlich von einem gegenseitigen Geben und Nehmen zu sprechen sei. Die Angebote richteten sich schließlich auch nicht nur an die neu ankommenden Menschen, sondern auch an die, die schon länger hier lebten. Die Feierstunde wurde von Mehmet Coskuner, der seit b1974 in Bendorf lebt, auf der Zither musikalisch umrahmt.
Quelle: Kleeblatt - Amtliches Bekanntmachungsorgan der Stadt Bendorf
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Integrationskurse in Sinzig
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Integrationskurs in der Moschee
(08.10.2008) Derzeit findet in der Koblenzer Moschee des "Vereins Türkischer Arbeitnehmer e.V." am Schüllerplatz in Lützel der erste Integrationskurs in Koblenz und Umgebung in einer Moschee statt. Bisher war es üblich, die Integrationskurse in den Räumlichkeiten der Sprachkursträgern abzuhalten. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), welches für die Integrationskurse verantwortlich ist, und der Fachdienst für Migration und Integration der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Koblenz haben die besondere Möglichkeit eines Integrationskurses in der Moschee geschaffen.
Das BAMF fördert den Kurs finanziell. Der Fachdienst der AWO ist neben dem Fachdienst des Caritasverbands für die sozialpädagogische Betreuung und Begleitung der Teilnehmer der Integrationskurse zuständig. Auch der Türkische Arbeitnehmerverein und der Imam der Moschee haben für den Integrationskurs geworben. Es handelt sich um einen speziellen Kurs für Frauen, der 945 Stunden, davon 900 Stunden Sprachkurs und 45 Stunden Orientierungskurs, umfasst.
Wichtig war dem BAMF vor allem, dass Frauen jeder Nationalität und Religion an dem Kurs teilnehmen können. Aktuell nehmen elf Frauen aus der Türkei aus Sri Lanka viermal in der Woche freiwillig mit einer Kostenbeteiligung an dem Integrationskurs teil. Kürzlich kamen Marcus Uhrmacher (Leitstelle für Integration), Hüseyin Ocar (AWO, Fachbereich Migration und Integration) Lothar Kaspers (Regionalkoordinator des BAMF) und Dirk Rombelsheim (Geschäftsstelle des Ausländerbeirats Koblenz) im Rahmen eines Unterrichtsbesuchs mit Aydin Cift (Vorsitzender des Vereins), der Kursleiterin Lidia Simon sowie den Kursteilnehmerinnen zusammen.
Für Lothar Kaspers sind die Angebote vor Ort besonders wichtig, weil die Teilnehmerinnen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. Hierdurch würden bessere Voraussetzungen und größere Bereitschaft zur Teilnahme an den Integrationskursen geschaffen. Marcus Uhrmacher betonte, dass Migranten, die schon lange hier leben und trotzdem massive Sprachdefizite aufweisen, in Integrationskurse vermitteln möchte. Insofern sei es von besonderer Bedeutung, dass diese Kurse den Teilnehmerinnen neben der reinen Sprachvermittlung auch Spaß machen und Vertrauen geschaffen werden kann. Bei positivem Kursverlauf würden diese Informationen im eigenen Umfeld weitergegeben und weitere Integrationskurse können unmittelbar in den Stadtteilen angeboten werden. In Zusammenarbeit zwischen der Leitstelle für Integration, dem BAMF und den Fachbereichen des Caritasverbands und der AWO wurden hierüber bereits Gespräche geführt.
Das Foto zeigt mit den Kursteilnehmerinnen Marcus Uhrmacher, links, Lidia Simon, 2. v.li., Hüseyin Ocar, 7. v.li., Lothar Kaspers, 3. v.r. und Aydin Cift, 5. v.r..
Quelle: Pressestelle der Stadt Koblenz
Remagener Nachrichten

Fachdienst Migration der Caritas nutzte Berufsinformationsangebot der Agentur für Arbeit
Remagen / Sinzig. Mit dem kostenlosen Berufsinformationszentrum BIZ bietet die Agentur für Arbeit eine wichtige Anlaufstelle für alle, die in den Bereichen Ausbildung, Studium, Beruf, Weiterbildung und Umschulung vor grundlegenden Entscheidungen stehen. Schüler, Studenten und Arbeitnehmer finden hier alles Wissenswerte über verschiedene Berufsbilder und deren Anforderungen. Mit dem BIZ-mobil können auch Interessenten kleinerer Orte über einen gewissen Zeitraum das breite Informationsangebot des BIZ nutzen und zwar außerhalb der Räume der Agentur für Arbeit in Mayen.
So kam das BIZ-mobil in die Barbarossa-Schule nach Sinzig. "Über die Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Mayen, wurden wir auf das Angebot in Sinzig aufmerksam", so Eva Pestemer vom Fachdienst Migration der Caritas Rhein-Mosel-Ahr e.V. Als geradezu ideal bezeichnete Pestemer den Einsatzort des BIZ-mobil, "denn so konnten die Integrationskursteilnehmer das Informationsangebot quasi vor der eigenen Haustür nutzen."
Begeistert von dieser Möglichkeit zeigte sich auch Andreas Singerhoff von der Kölner Wirtschaftsfachschule GmbH, Träger der beiden Kurse in Remagen und Sinzig. Schließlich hatte der Fachdienst Migration erst kürzlich mit diesen Gruppen Infoveranstaltungen zum Thema Ausbildung und Arbeit durchgeführt. Da war das BIZ-mobil eine passende Ergänzung und konnte für einen ganzen Vormittag reserviert werden.
Die 14 Teilnehmerinnen des Frauenintegrationskurses trafen sich in Remagen, um von dort mit ihrer Lehrerin Zlatica Scherfel zur Barbarossa-Schule nach Sinzig zu fahren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Integrationskurses im Sinziger Hot, Haus der offenen Tür, nutzten im Anschluss ebenfalls das BIZ.
Wolfgang Henning von der Agentur für Arbeit Mayen informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Kurse ausgiebig über das Print- und Internetangebot des BIZ. Sein besonderes Augenmerk galt dem "Berufenet", Netzwerk für Berufe. Dieses Internetarchiv der Agentur für Arbeit klärt detailliert über etwa 3100 Berufe aus mehr als 120 Berufsfeldern auf. Die Seiten werden monatlich aktualisiert. Damit ist das "BerufeNet" eines der ergiebigsten und zuverlässigsten Informationsquellen zur Berufswahl.
Am Beispiel einer Teilnehmerin, die den Beruf der Hebamme erlernt hatte, beschrieb Wolfgang Henning den Aufbau der Internetseiten sowie die Navigation durch das umfangreiche Angebot. Nach der Entscheidung für den geeigneten Beruf folgt die Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, wobei auch hier das Internet geeignete Angebote leichter finden lässt.
Wolfgang Henning demonstrierte den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern anhand der Jobbörse der Agentur für Arbeit, worauf es bei der Suche ankommt, um schnell und einfach gute Ergebnisse zu erzielen. Ikhlas Al-Ani aus dem Frauenintegrationskurs zeigte sich begeistert: "Es hat sehr großen Spaß gemacht. Und ich lernte, wie man im Internet eine Arbeitsstelle findet."
Für die Frauen und Männer der beiden Integrationskurse war der Besuch des BIZ-mobil eine gewinnbringende Abwechslung. Mit dem Wissen um eine gezielte und effektive Suche nach Ausbildungs- und Berufsfeldern kehrten sie in ihren Kursalltag zurück. Auch Eva Pestemer ist davon überzeugt, dass der Besuch im BIZ-mobil den Teilnehmerinnen und Teilnehmern "viel gebracht hat. Integration findet nicht in Kursen hinter verschlossenen Türen statt, sondern innerhalb der Gesellschaft. Solche Angebote sind gut und wichtig." (E.T.Mü)